Presse – ID 28

Der Raum Heilbronn ist eine landschaftlich reizvolle, aber auch
industriell geprägte und damit wirtschaftlich dynamische Region.
Wo vor zweihundert Jahren noch die Oberämter Besigheim,
Brackenheim, Marbach, Neckarsulm, Weinsberg, Öhringen und
Heilbronn das kleinteilige Bild des nördlichen Neckarraums
bestimmten, erstreckt sich heute ein knapp 1.200 Quadrat –
kilometer großer, einheitlicher Lebens- und Wirtschaftsraum.
Dazu gehören neben der Großstadt Heilbronn mit ihren rund
120.000 Einwohnern noch die drei Großen Kreisstädte
Neckarsulm, Eppingen und Bad Rappenau sowie 43 weitere
Gemeinden. Zusammen leben hier etwa 460.000 Menschen:
Vor allem Württemberger und Badener; daneben aber auch
Hohenloher, Pfälzer sowie Menschen aus fast der ganzen Welt.

Der Raum Heilbronn ist überregional bekannt für seine vielfältig
ausgeprägte Landschaft, von Liebhabern gern auch
„schwäbische Toskana“ genannt, sowie für seine zu Recht
gerühmten Weinlagen mitsamt der Rotweinregion Heilbronn.
Mit dem Wandel von der Agrar- zur Industrielandschaft im
19. Jahrhundert entstanden und wuchsen viele Fabriken rund
um Heilbronn. Bis heute liegen hier Schwerpunkte im
Maschinen- und Fahrzeugbau, in der Verpackungs- und der
Nahrungsindustrie, bei Handelsunternehmen sowie der
Elektrotechnik. Zum Beginn des 21. Jahrhunderts treten weitere
Wirtschaftszweige in den Vordergrund: Logistikbetriebe,
Informationstechnologie und Softwareentwicklung bestimmen
heute ebenso das Bild wie der wachsende Hochschulstandort
Heilbronn. In der Summe ergibt sich das Bild einer gesunden
und leistungsstarken Mischung diverser Branchen mit dem
Schwerpunkt auf mittelständischen Unternehmen.
Im Nordosten des Raums Heilbronn liegt Möckmühl. Die Gegend
hier war bereits in der Jungsteinzeit besiedelt. Später ließen sich
Kelten und Römer hier am Zusammenfluss von Seckach und
Jagst nieder. 779 n.Chr. wurde der Ort erstmals als „Meitamulin“
genannt, was auf den Standort von Mühlen hinweist. Möckmühl
erhielt um 1250 Stadtrechte, wurde 1287 hohenlohisch, 1445
kurpfälzisch und kam 1504 schließlich an Württemberg.
1808 löste man das Oberamt Möckmühl auf. 1823 konnte die
Straße von Möckmühl nach Roigheim erbaut werden, 1849 die
nach Züttlingen. Nachdem 1869 dann die Eisenbahnlinie von
Jagstfeld nach Osterburken fertiggestellt war, erreichte
Möckmühl den Anschluss an die Fernverbindung von Würzburg
nach Heilbronn. Heute ist Möckmühl verkehrstechnisch
geschickt an die A 81 angebunden. Bedeutende Arbeitgeber
sind die Logistik-Zentrale der Kaufland-Gruppe, die Volksbank
Möckmühl-Neuenstadt, die Agria-Werke GmbH und die MBM
Konstruktionen GmbH.